Die Astrologie fasziniert mich
schon seit meinem vierzehnten Lebensjahr und hat für mich bis jetzt
nichts an ihrer Faszination verloren. Begonnen hat für mich alles mit
Literatur über die „Transpersonale Astrologie“ (TPA) von Michael
Roscher. Mit Skepsis und Begeisterung las ich die Bücher, wollte
wissen, was hinter dem astrologischen Gedankengut wirklich steckt und
ob es nicht doch nur Unsinn ist.
Mit der Zeit las ich immer mehr Bücher, arbeitete mich systematisch von
einem Themengebiet zum nächsten und entdeckte, dass der Astrologie eine
Denkweise innewohnt, die uns im Alltag ziemlich fremd ist. Daher konnte
ich mir damals (noch) nicht vorstellen, wie ein paar viel zu weit
entfernte, „umherschwebende Kugeln“ etwas über mich oder das
Weltgeschehen aussagen sollten. Trotzdem forschte ich weiter,
angetrieben von Neugierde und der Ahnung, dass sich hinter der
Astrologie mehr verbirgt, als man normalerweise vermutet.
Entscheidend verändert hat mein astrologisches Verständnis die
Begegnung mit Roland Gross, der mir beibrachte, die Astrologie im Leben
praktisch anzuwenden, und nicht in den theoretischen Gefilden und
leblosen Deutungen von Astrologiebüchern hängen zu bleiben. An dieser
Stelle möchte ich ihm dafür danken, dass er sein Wissen mit mir geteilt
hat.
Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass Astrologie kein Blödsinn ist,
sondern eine von vielen Möglichkeiten, die Welt um sich herum zu
betrachten und zu verstehen. Das heißt nicht, dass die Aussagen
beliebig und konstruiert sind, sondern sie stellen eine Wahrheit dar,
aber nicht DIE Wahrheit, die ohnehin nie erfasst werden kann. Genauso
wie es in der Psychologie verschiedene Ansätze gibt, die Psyche des
Menschen zu verstehen und zu erfassen, so stellt die Astrologie einen
weiteren Aspekt der größeren Wahrheit dar.
Für mich ist es faszinierend, das Leben anderer Menschen verstehen zu
versuchen, welche Aufgaben sie zu bewältigen haben, wie sie die Welt in
ihrem Innersten sehen und wie sie die Welt um sich herum durch ihre
Erfahrungen gestalten. Ich bin der Ansicht, dass die Welt um uns herum
immer ein Spiegel unseres Selbst ist, und das Wechselspiel zwischen
diesen beiden Bereichen zu verstehen, das ist für mich das
Interessanteste, was es zu studieren gibt.